Mein kritischer Blick auf Deutschland und Spanien!
“Die Grundsysteme beider Länder – Zwei Modelle, zwei Mentalitäten”
- Wenn ich über die Rente nachdenke, dann wird mir immer wieder bewusst, wie unterschiedlich Deutschland und Spanien mit dem Thema Alter umgehen.
- Mein Name ist Jakob Diener, ich bin freiberuflicher Redakteur und Journalist.
- Zudem habe ich fast 35 Jahre lang in Spanien gelebt und gearbeitet.
- Leider musste ich feststellen, dass die deutsche Berufsgenossenschaft sich quer stellt, wenn man in Spanien einen Arbeitsunfall hat.
In Deutschland hält man weiterhin an einem umlagefinanzierten Rentensystem fest, das Jahr für Jahr stärker ins Wanken gerät.
- Jeder spürt es, jeder redet darüber – aber die Politik reagiert nur halbherzig.
- Spanien hat ebenfalls ein umlagefinanziertes Modell, doch dort spricht man offener über die realen Probleme:
- Steigende Lebenserwartung, ungleiche Erwerbsbiografien und die Frage, wie sich das System langfristig tragen soll.
- Die Spanier haben Reformen umgesetzt, die zumindest anerkennen, dass Menschen unterschiedlich viel geleistet haben und verschieden alt werden.
- Deutschland wirkt dagegen, als habe man Angst vor der eigenen Realität.
“Wer in Deutschland in Rente geht – Starres Alter, wenig Fairness!”
- Deutschland zwingt die Menschen seit Jahren in Richtung Renteneintritt mit spätestens 67 Jahren.
- Für manche Jahrgänge gilt das inzwischen schon verbindlich, für spätere Jahrgänge wird weiter nach oben justiert.
- Und wer früher gehen muss oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, der wird bestraft – und zwar empfindlich.
Der Dachdecker, die Pflegekraft, der Bauarbeiter:
- Wer körperlich hart gearbeitet hat, wird am Ende genauso behandelt wie der, der jahrzehntelang im Büro saß.
“Diese Ungleichheit ist für mich die größte Schwäche des deutschen Systems.“
- Wer in Spanien in Rente geht – Flexibler, an der Lebensleistung orientiert.
- In Spanien liegt das reguläre Rentenalter ebenfalls um die 66 bis 67 Jahre, doch mit einer wichtigen Ergänzung:
- Wer sehr viele Beitragsjahre hat, kann früher abschlagsfrei in Rente gehen.
Wer weniger Beitragsjahre hat, muss länger arbeiten.
- Das System erkennt an, dass ein Mensch, der 40 oder 45 Jahre schwer körperlich gearbeitet hat, nicht bis zum Umfallen schuften sollte.
- Genau diese Flexibilität macht Spanien im Kern gerechter.
“Wie viel vom letzten Lohn bleibt – Das Rentenniveau im Vergleich!”
- Das deutsche Rentenniveau ist gesetzlich auf rund 48 % des letzten Durchschnittslohns festgelegt.
- Das ist bitter wenig.
- Selbst wer ein durchschnittliches Leben lang eingezahlt hat, landet im Alter bei nicht einmal der Hälfte seines ursprünglichen Einkommens.
Und dabei reden wir nicht von Luxus, sondern schlicht von der Frage:
- Reicht die Rente für Miete, Strom, Lebensmittel und ein würdiges Leben?
- “Wie war das mit Flaschen sammeln im hohen Alter?“
Spanien dagegen weist häufig höhere Ersatzraten aus.
- Je nach Beitragsjahren kann die Netto-Rente im Verhältnis zum letzten Gehalt deutlich über dem deutschen Niveau liegen.
Das bedeutet:
- Wer in Spanien gearbeitet hat, fällt im Alter finanziell weniger tief.
- Und das ist genau das, was eine Rente leisten soll – Stabilität, keine Abstiegsangst.
Beispielrechnung:
- Was bedeutet das ganz konkret?
Nehmen wir einen klassischen Standardfall:
- 45 Jahre Beiträge bei durchschnittlichem Einkommen.
- In Deutschland ergibt das aktuell eine Rente von etwa 1.835 € brutto im Monat.
- Nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung bleiben netto meist zwischen 1.500 € und 1.600 € übrig.
Und jetzt die einfache Frage:
- Was bleibt davon übrig, wenn man alleine in Deutschland wohnt?
- Die Mieten sind vielerorts explodiert.
- Für eine kleine Wohnung in einer deutschen Mittelstadt zahlt man schnell 650 € bis 850 €.
- Die Nebenkosten fressen weitere 150 € bis 250 €.
Allein die Energiekosten sind in Deutschland europaweit mit am höchsten.
- Lebensmittel und Versicherungen kommen dazu – und am Ende wird das Geld knapp.
- Sehr knapp.
- Und das bei einem Leben, das hart erarbeitet wurde.
“Schauen wir nach Spanien.”
- Dort kostet eine kleine Zwei-Zimmer-Wohnung in vielen Regionen 550 € bis 800 €.
- Nebenkosten sind oft nur 80 € bis 170 € monatlich.
Viele Lebensmittel, insbesondere Obst, Gemüse und Grundprodukte, sind deutlich günstiger als in Deutschland.
- Und der Alltag ist insgesamt weniger kostenintensiv.
- All das führt dazu, dass die reale Kaufkraft einer Rente in Spanien oft wesentlich höher ist als in Deutschland.
- Mit derselben Summe lebt man dort freier, entspannter, leichter.
- Man hat finanziellen Spielraum – und damit auch Lebensqualität.
“Wo man mit der Rente besser leben kann – Die nüchterne Wahrheit!”
- Unterm Strich lässt sich die Frage klar beantworten:
- Wenn man ausschließlich die reale Kaufkraft einer durchschnittlichen Rente betrachtet, lebt man in Spanien besser.
- Weniger Miete, geringere Nebenkosten, günstigere Lebensmittel – und dazu ein System, das die Lebensleistung stärker würdigt.
- Deutschland verlangt Jahrzehnte harter Arbeit, aber das Ergebnis im Alter entspricht nicht dem, was Menschen für ein würdiges Leben brauchen.
Man spürt es überall:
- Die Angst wächst, die Unsicherheit wächst, und viele Menschen fragen sich heute ernsthaft, ob sie sich das Altwerden in Deutschland überhaupt noch leisten können.
Mein persönliches Fazit:
- Was würde ich für mein eigenes Alter wählen?
Wenn ich an mein eigenes Alter denke und daran, wie ich leben möchte, dann ist meine Antwort eindeutig:
- Ich möchte nicht in einem System alt werden, das fordert, aber im Alter nicht liefert.
Deutschland bietet eine stabile Verwaltung, aber keine stabile Lebensqualität. Spanien bietet genau das, was man im Alter braucht:
- Niedrigere Kosten, höhere reale Kaufkraft und ein Leben, das nicht aus Dauerverzicht besteht.
- Mit derselben Rente würde ich in Spanien würdig, entspannt und ohne ständige Angst leben können.
- In Deutschland wäre das deutlich schwerer.
Und genau das ist für mich der entscheidende Punkt:
- Ein Rentensystem muss den Lebensabend absichern – nicht nur statistisch, sondern real. Spanien tut das, Deutschland tut es immer weniger.
- Wenn ich mich entscheiden müsste, wohin mein Lebensabend gehört, dann ganz klar dorthin, wo meine Arbeit wertgeschätzt wird und ich im Alter frei atmen kann.
Und das wäre nicht Deutschland.
- Und wenn ich ab Mitte kommenden Jahres wieder einigermaßen gesund bin, dann werde ich wieder zurück nach Spanien ziehen.



